Bilanzpressekonferenz: Sparkassen verdienen 2018 mehr

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06. März 2019
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Matthias Goldschmidt

Die deutschen Sparkassen haben ihren Gewinn im vergangenen Jahr unter dem Strich leicht gesteigert. Wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) auf seiner Bilanzpressekonferenz in Frankfurt mitteilte, stieg das Jahresergebnis um 4,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro.

Trotz Wertkorrekturen im Wertpapiergeschäft profitierten die Sparkassen von einem besseren Bewertungsergebnis als im Vorjahr. So mussten die Banken im Kreditgeschäft nahezu keine Risikovorsorge bilden. Im Wertpapiergeschäft ergaben sich aber Abschreibungen von 1,4 Mrd. Euro, vor allem wegen Wertkorrekturen in der Liquiditätsreserve. Der Bewertungsaufwand verringerte sich aber insgesamt um 13,6 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro.

Sparkassenpräsident Schleweis zufrieden

Vor Bewertung lag das operative Ergebnis 5,2 Prozent niedriger als im Vorjahr bei zehn Mrd. Euro. Sparkassenpräsident Helmut Schleweis zeigte sich damit zufrieden. „Dies ist gerade vor dem Hintergrund deutlich sinkender Zinsüberschüsse ein sehr beachtliches Ergebnis“, sagte er.

Der Zinsüberschuss der aktuell 384 deutschen Sparkassen mit über 13.000 Geschäftsstellen sank 2018 um 3,5 Prozent auf 20,8 Mrd. Euro. Dem stand ein um 2,7 Prozent gestiegener Provisionsüberschuss von 7,8 Mrd. Euro gegenüber.

Der Verwaltungsaufwand blieb mit 18,9 Mrd. Euro in etwa stabil. Die Personalkosten gingen dabei zurück. Die Sparkassen beschäftigten Ende des Jahres 209.588 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit. (DJN)

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